Gegen die Abmahnwelle

Ich glaube kein Berufsstand hat so viel an Leumund verloren wie die Rechtsanwälte. In den USA haben sie ja schon keinen guten Ruf. Aber auch bei uns ist er auf dem Sinken. Ich glaube kaum, dass heute noch eine Fernsehserie wie „Liebling Kreuzberg“ erfolgreich wäre. Das liegt vor allem daran, dass das deutsche Recht es möglich macht das Abmahnen zu missbrauchen um damit viel Geld zu machen.

Eigentlich war das Abmahnen gedacht um Konflikte zwischen Unternehmen schnell zu lösen, ohne gleich ein Gericht einzuschalten. Privatpersonen blieben lange Zeit außen vor: Zum einen weil es an Öffentlichkeit mangelt (wie stellt man fest das jemand für einen Flyer ein Foto nimmt das ihm nicht gehört) und zum anderen weil der Arbeitsaufwand um Verstöße festzustellen viel zu groß war.

Das Internet hat das geändert. Zum einen gibt es nun die Öffentlichkeit, weil jeder eine Homepage einsehen kann und zum anderen ist die Recherche viel einfacher. Das führte dazu dass nun Geschäftsmodelle entstanden sind, die den Gewinn nicht über das Verkaufen sondern das Abmahnen generieren. Bestimmte Anwaltskanzleien bietet nun Kunden Services an – Nicht das Unternehmen muss Rechtsverstöße feststellen, sondern die Anwaltskanzlei tut dies. Das geht soweit das Programme entwickelt werden die Benutzer in Tauschbörsen erfassen und was diese herunterladen. (mehr …)

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Auftragsrausch bei SpaceX

Kaum ist der Jungfernflug vorbei meldet SpaceX neue Aufträge. Das ist nun nichts besonderes. Arianespace vermeldet bei jedem Start neue Aufträge, gestern auch wieder einen. Doch bei den SpaceXlern wird dies natürlich frenetisch bejubelt als DER große Durchbruch. Zeit mal sich das ganze genauer anzusehen. Also das ist das heute auf der Website von SpaceX einsehbare Launch Manifest: (mehr …)

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Die Heisenbergsche Unschärferelation

Heute mal ein kleiner Ausflug in die Atomphysik. Eines der Prinzipien dort ist die Heisenbergsche Unschärferelation, benannt nach dem gleichnamigen Physiker. Sie besagt mit einfachen Worten, dass man bei Elementen die der Quantenmechanik unterliegen nicht gelichzeitig zwei Größen wie Ort und Impuls (Geschwindigkeit) messen kann. Begründbar ist das durch die Quantentheorie, bei der jedes Teilchen auch als eine Welle gesehen werden kann.

Ich will das nicht ganz physikalisch korrekt an einem Beispiel verdeutlichen. Sehen wir uns mal ein makroskopisches Beispiel an. Wir wollen Ort und Geschwindigkeit eines Autos bestimmen. Das kann man dahingehend machen, dass der Ort mit einem Fotos bestimmt wird, zu einem bestimmten Zeitpunkt und die Geschwindigkeit mit einer Radarmessung. In beiden Fällen wirkt auf das Auto Energie ein: Photonen von der Sonne oder einem Blitz beim Foto und Radarstrahlen aus einem Radargerät. Jede elektromagnetische Welle steht aber für Energie. Wenn ein Radargerät einen Strahl auf ein Auto wirft, dann übertragen die Radarstrahlen Energie. Und das Licht genügend Energie hat, um durchaus viel zu bewegen zeigt schon die Sonne – alle chemischen Reaktionen auf der Erde basieren auf ihrer Strahlung. Photonen des sichtbaren Lichts haben genug Energie um bei manchen Elementen schon die Elektronen aus der Atomhülle herauszuschlagen – so funktioniert im Prinzip die Solarzelle. Daraus kann man schon ableiten, dass es schwierig sein kann damit die Position eines Elektrons festzustellen – denn das Photon überträgt so viel Energie, dass das Elektron danach seine Richtung verändert. (mehr …)

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