Das Pech der japanischen Raumfahrt

Aus aktuellem Anlaß ein weiterer kurzer Blog hier. Wie der eine oder andere schon gehört hat scheiterte Akatsuki beim Einschwenlen in den Orbit um die Venus. Die genauen Ursachen sind noch nicht bekannt, doch die Raumsonde ist nicht in einem Orbit, das steht inzwischen durch Vermessung ihrer Bahn fest.

Damit hat die japanische Raumfahrt zumindest bei den Planeten erneut Pech. Hier eine Liste der bisherigen Fehlschläge:

  • Nozomi verpasste sein Zeitfenster beim Swing-By beim Mond, was die Mission um mehrere Jahre verzögerte und auf dem Weg zum Mars wurde die Sonde durch Sonnenstürme beschädigt und fiel schließlich aus.
  • Technische Probleme verhinderten auch einen Rückflug von Hayabusa vom Asteroiden Irokawa und eine Probennahme. Es gang schließlich doch noch die Kapsel zu landen, und durch Zufall wurde so viel Staub aufewirbelt das auch Proben vorhanden waren, jedoch weitaus weniger als gewünscht und auch hier dauerte die Mission mehrere Jahre länger als geplant.
  • Bei den frühen Kometenmissionen scheiterte die Benutzung eines Earth-Fly Bys und damit die erweiterte Mission.
  • Die Mondmission Lunar-A wurde schon eingestellt bevor sie gestartet wurde, weil sie zu teuer wurde.

Damit waren von den anspruchsvolleren Raumsonden Japans drei von vier gescheitert oder hatten ihr Missionsziel nicht vollständig erfüllt. Die frühen drei experimentellen Raumsonden konnten immerhin ihre Primärmission erfüllen.

Hayabusa wird nachgebaut werden und die Jaxa kündigte auch an Akatsuki nachzubauen. Hoffen wir, dass diese Missionen erfolgreicher werden.

4 thoughts on “Das Pech der japanischen Raumfahrt

  1. Es scheint so, als wäre es im nachhinein ganz gut, dass die IKAROS der Akatsuki Sonde in der Öffentlichkeit die Show gestohlen hat. Und ganz unberechtigt war es, glaube ich, auch nicht – denn die (endlich!) erfolgreiche Demonstration eines Sonnensegels und der Dünnschichtsolarzellen auf dem Segel war überfällig und könnte im Zweifelsfall wegweisender sein als die eigentliche Hauptmission.

    In der Zwischenzeit klopfe ich auf Holz und hoffe, dass auf den erfolgreichen Start der Falcon 9 nun auch noch ein einigermaßen erfolgreicher Flug der Dragon folgt.

    Und eine Masseangabe gab es dieses mal auch – 5,2 Tonnen wiegt die Dragon, nur etwas mehr als die Hälfte der anvisierten Nutzlast der Block II Rakete. Man wird sehen, ob man die noch erreichen wird.

  2. der Fehler erinnert mich an das Fiasko der Japanische Marssonde Nozomi
    da versagte auch zundung und die sonde machte fly-by
    dort hatte Ein Ventil in der Treibstoffzufuhr nicht rechtzeitig geöffnete
    was mich mich verwirrt ist das Akatsuki jetzt SECHS Jahre warten muss
    bis zum zweiten Versuch.

    Mehr gluck hat SpaceX mit ihren Dragon Test Start
    bei Start explodierte was am Versorgung Turm
    Vermutlich Treibstoff Reste in zufuhrleitungen für zweite stufe
    Falcon 9 funktionierte gut, noch keine News über Landung von Dragon
    http://www.youtube.com/watch?v=8r5ZRksAL94

  3. Die Landung hat geklappt.

    Es scheint als hätte sich SpaceX nach den drei Fehlstarts der Falcon1 deutlich verbessert, was vielleicht auch eine Frage des reichlicher vorhandenen Geldes ist.

    Aber warten wir dazu erst einmal den nächsten Demonstrationsflug ab. Immerhin hat SpaceX jetzt mehr erfolgreiche Starts als Fehlstarts zu Buche stehen – peinlich genug war es ja. Ob sich das ändert, wenn höhere Nutzlasten gestartet werden, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

    Um zum eigentlichen Thema auch noch etwas zu sagen: Einen Vorteil haben die japanischen Sonden – sie sind billig. Akatsuki hat nicht viel mehr gekostet als die Rakete mit der sie gestartet ist. Da tut der Verlust etwas weniger weh als etwa beim viel teureren Cryosat.

  4. frisch von Twitter
    vor 33 Minuten gelanden in Pazifik
    SpaceX Bergungsteam hat Dragon geborgen
    somit sind erste Privatfirma eine Raumkapsel startet und geborgen hat
    Respeckt SpaceX !

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