PISA und Phytagoras

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PhytagorasIm Winter fallen mir mehr denn je die Leute auf, die in der Schule geschlafen haben. Warum? Nun man möge mal einen Blick auf die Luftbildaufnahme unseres Wohnheims richten. Also ich Wohne beim A. Die Straße ist links und oben. Wie zu sehen führen zwei private Zufahrten zu meinem Haus und dem Nachbarhaus unten mit der Jahreszahl auf dem Dach. Jeden Tag laufen etliche Leute durch dieses Privatgelände, und im Winter werden es, obwohl nur ein Teil geräumt ist (und zwar der direkte Weg zu unserer Haustür) mehr – bei abschüssigem Gelände.

Offensichtlich muss jeder nicht öffentliche Weg eine ganz geheime Abkürzung sein, die enorm viel Zeit spart. Wahrscheinlich befindet sich auf halbem Weg ein Wurmloch, das ich in den letzten 45 Jahren übersehen habe. Anders ist das nicht zu erklären. Denn der Weg über den Gehsteig ist kürzer. Vor einigen Jahrzehnten bin ich ihn sogar mal abgeschritten um das zu überprüfen, es ergibt sich aber auch aus der Logik, denn ein Kreisbogen ist immer kürzer als zwei Strecken mit einem rechten Winkel dazwischen. Was treibt Leute an, dass sie im Winter durch rutschige, umgeräumte Wege oder durch 15 cm Schnee stapfen, während der Gehweg schneefrei ist? Selbst wenn sie annehmen der Weg wäre kürzer, so brauchen sie länger und riskieren auszurutschen. Ich warte nur mal bis jemand auf dem Nachbargrundstück was bricht, denn die räumen niemals den Weg, während ich und der Nachbar am Eck da recht pingelig sind. In unserer abschüssigen Straße ist meine Mutter schon mal weiter oben gestürzt und musste einige Tage lang liegen. Da ist das Risiko deutlich höher als bei einem ebenen Weg.

Tja nicht nur die Jugend sollte mal einen PISA Test machen.

14 thoughts on “PISA und Phytagoras

  1. Nur, wenn der Parkplatz leer und das Gerüst gerade benutzt wird, was bei der Aufnahme von Google der Fall ist, aber nicht der Normalfall. Den Parkplatz kann man sonst nicht so durchqueren und muss rechtwinkelig abbiegen und das auf dem Hof gelagerte Gerüst lässt keine so nahe Passage des nächsten Gebäudes zu.

  2. OK. Bin halt auch ein Erbsenzaehler und wollte mal nachpruefen, ob das ganze auch wissenschaftlich haltbar ist 😉

    Etwas aehnliches wie Deine Pseudoabkuerzungsfetischisten mache ich nur, wenn die Ampel neben der Tankstelle rot ist – ich fahre dann durch die Tankstelle an der roten Ampel vorbei. Der Weg ist zwar auch nicht signifiaknt kuerzer, aber da spielt ja eben noch die Laenge der Rotphase und der meist nicht vorhandene Verkehr auf der Zielstrasse eine Rolle 😉

  3. Ich gehe auch öfter mal andere Wege als die Standard-Hauptwege. Manchmal verwende ich hin einen anderen als zurück. Gefühlt ist natürlich der jeweilige immer der kürzere, welchen man gerade verwendet. Das hat nix mit Mathematik zu tun, sondern eben einfach mit dem Gefühl.
    Im Winter gehe ich lieber abseits der Hauptwege, da diese meist weniger gesalzen und matschig sind und sei es nur um nicht die Straße neben mir zu haben.

  4. overlord: Bist Du also auch wie ich der Meinung, dass dieses ganze Geschiebe, Gestreue und Gesalze (inklusive des ganzen Haftungs-und Verpflichtungs-Rattenschwanzes) eigentlich fast weniger Vorteile bringt, als wenn man den ganzen Schnee einfach liegen und tauen lassen wuerde? 😉

  5. Der Meinung ist unsere Stadt schon immer: zumindest wenn es um die Nebenstraßen geht, die werden nämlich nie geräumt. Und sie ist auch streng gegen das Salzen – wenn es Privatpersonen machen. Selbst hat sie im letzten Winter 325 t Salz gestreut, aber Privatpersonen verbietet sie es….

  6. Nur wenn Du dort arbeitest… Wie schon gesagt als Privatperson musst Du Schneeräumen (bis 7 Uhr morgens), Splitt streuen darfst Du, aber kein Salz einsetzen…. Ostfildern hat Kennedy verinnerlicht:
    „Fragt nicht was die Stadt für euch tun kann, fragt was ihr für die Stadt tun könnt….“

  7. @alexander
    Als ganzjahres Fahrradfahrer eindeutig JA! Dieser Salz-Schneematsch läßt sich meist bescheidener fahren als festgetrampelter/-gefahrener Schnee. Vom Schaden welcher am Material angerichtet wird mal ganz abgesehen.
    Ich hab nix dagegen wenn die Hauptstrassen frei geräumt werden und wenn dort ein wenig Salz eingesetzt wird. Wenn es nur so wäre, würde ich mir aber Spikereifen holen…

  8. Meiner Erfahrung nach ist beides nicht optimal: Autos machen den Schnee zu Matsch der rutschig ist und die Fahrbahn für Fahrradfahrer zur Rutschpartie, außer man schafft es auf den ausgefahrenen Spuren zu bleiben.

    Richtig viel Schnee, fest-getreten von Fussgängern ist eine Buckelpiste die auch wenn zwischendurch mal die Sonne schien sehr glatt sein kann. Ich mache es so, dass ich im Winter nur die Hauptstraßen mit dem Fahrrad befahre und bei Nebenstraßen gerne auf die Gehwege ausweiche, die meist geräumt sind.

  9. Wenn aber sowohl das Raeumen als auch das Nicht-Raeumen ungefaehr gleich viele Vor- und Nachteile haben (man muss ja auch den immensen Ressourcenverbrauch (Salz) sowie die Umweltschaeden dadurch sehen), dann waere mein revolutionaerer Vorschlag an die Staedte und Gemeinden, das ganze einfach komplett einzustellen. Dann hebt sich halt einfach das Strassenniveau im Winter um durchschnittlich 0,5 Meter, und dafuer muss niemand mehr um 5 aufstehen und schneeschieben.

    Man munkelt, in anderen Laendern, wo es noch viel mehr Schnee gibt, waere das sogar so 😉

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