Space for the Masses, not for the Classes!

BL-SpaceSo, so, ich habe also keine Vision? Wer diesen Blog verfolgt wird feststellen, dass ich massig Ideen für neue Raumfahrtprojekte habe. Was ist der Unterschied zu einer Vision? Vielleicht das sie realisierbar sind. Aber wenn jede windige Idee eine Vision ist, dann kann ich auch mit so was aufwarten, also hier meine für konkurrenzlospreiswerte bemannte Raumfahrt.

Ihr Tripp ins All für weniger als eine Million Euro!

Warum eine Raumkapsel mit einigen Tonnen Gewicht ins All schießen, wenn es auch einfacher geht. Genauso wie man mit dem Fahrrad genauso ans Ziel kommt wie mit dem Auto bringt auch Buddy Lowcost Space sie ins all – mit einer kleinen 1,50 m großen linsenförmigen Basisplattform, ohne Kapsel mit viel mehr Erlebnis!

Ihr Trip beginnt im Weltraumbahnhof Tonga unseres Kooperationspartners Interorbital Systems. Drei Stunden vor dem Start werden sie an die Sauerstoffversorgung angeschlossen, können jedoch noch gemütlich den Sonnenaufgang in der Südsee verfolgen. Nun ist es Zeit den Cocktails Ade zu sagen, 15 Minuten vor dem Start werden sie auf der 1,50 m großen Plattform angeschnallt. Die Embryohaltung mit angezogenen Knien ist auch für ungeübte lange Zeit ertragbar, doch sie müssen dies anders, als andere Astronauten nur 30 Minuten aushalten. Schließlich profitieren sie von schnellen Startzeiten und einem Ready-To-Fly Gefährt.

Wir wiesen daraufhin, dass sie die Nationalflaggen und Namensetiketten der gebrauchten Raumanzüge der NASA und Roskosmos überklebt werden dürfen, aber nicht herausgerissen um die strukturelle Integrität des Anzugs nicht zu bestätigen.

Zwei Minuten nach dem Start mit der Neptun 330 – eine Spezialversion von Interorbital aus drei Stufen mit 11 CRM (8 / 2 / 1) wird die Nutzlastverkleidung abgetrennt und sie können den Ritt life verfolgen, bei einer grandiosen Panormamarundumsicht. Nach nur sechs Minuten haben sie den Orbit erreicht. Sie können nun die Füße aus den Fußschlaufen nehmen und den Hüftgürtel lösen. Keine Sorge, sie sind immer noch mit einem Bungeeseil mit der Basisplattform verbunden. Das nächste ist das entfalten der Solarpaneele um die Stromversorgung zu garantieren. Schalten Sie nun den Bordcomputer auf ISS-Navigation um. Er wird die Düsen automatisch zünden. Sie können mit dem Steuerknüppel auch manuell steuern. Der Computer verhindert ein Unterschreiten des Mindesttreibstoffvorrates. Verwendet wird das umweltfreundliche Wasserstoffperoxid. Nach unseren Erfahrungen bedingt eine manuelle Steuerung aber einen erhöhten Treibstoffverbrauch.

4 Stunden nach dem Abheben kommt die ISS in Sichtweite. Nun dürfen sie manuell steuern. Manövrieren sie an den Arm und klinken sie den Karabinerhaken an ihm ein. Manövrieren sie nun mit dem Arm zur Luftschleuse und klopfen sie dort an. Keine Angst. Nach internationalen Regeln müssen die Bewohner der ISS sie rein lassen. Vergessen sie aber nicht das Essenspacket und die 20 l Wasserflasche mitzunehmen, da nach bisherigen Erfahrungen sie nicht mit einer Mahlzeit an Bord der ISS rechnen können. Die Wasser und Nahrungsvorräte reichen für mindestens 7 Tage, die letzten Crews kamen 9 Tage mit ihnen aus. Vor dem Betreten der Luftschleuse müssen sie die Basisplattform an der Außenstruktur der ISS mit dem Bungeeseil verankern.

Nach einer Woche geht es an die Heimreise. Nach Verlassen der Luftschleuse klinken sie ihre Sicherheitsleine in die Basisplattform ein, klinken diese aus und zünden kurz die Düsen um sich von der ISS zu entfernen. Ihre Sauerstoffflasche reicht für 2 Tage, wovon sie bis dahin nur ein Drittel verbraucht haben. Sie können also noch einige Orbits die Erde und das All genießen. Die Zündung zum Wiedereintritt dürfen sie manuell durchführen, da können sie wenig falsch machen. Achten sie nur darauf gegen die Bewegungsrichtung zu zünden. Ansonsten könnten ihnen Roskosmos die nun nötige Rettung mit einer Sojus in Rechnung stellen. Das wird wesentlich teurer als der Basistrip. sie können überall landen, wir empfehlen jedoch eine Landung nahe des Spaceports Tonga um die kosten für die Rücksendung der Basiplattform zu minimieren. Schnallen sie sich vorher an und stecken sie die Füße in die Fußschlaufen. Sofern sie Cubesats mitführen ist nun der Zeitpunkt sie auszusetzen.

Vergessen sie nicht die Solarpaneele einzufahren, da diese sonst in Rechnung gestellt werden müssen. Beim Wiedereintritt haben sie den prickelndsten Moment der ganzen Mission, sie sehen wie um sie herum die Flammen des Hitzeschutzschildes lodern. Keine Angst, jede unserer Basisplattformen erhält einen neuen Hitzeschutzschild, der aus bewährten Materialen besteht die schon vor 40 Jahren eingesetzt wurden.

In 5 km Höhe öffnet sich dann der Fallschirm und sie schweben langsam zur Erde nieder. Eine Landlandung ist von der Landegeschwindigkeit möglich, könnte aber Reparaturkosten für die mehrfach wiederverwendbare Basisplattform nach sich ziehen. Vergessen sie nicht nach dem Trip Astronautenanzug und Basisplattfiorm Buddy Lowcost Space zurückzusenden, da diese sonst in Rechnung gestellt werden.

Optionen

Das Basispacket kostet 1 Millionen Dollar und umfasst folgende Posten:

  • Start mit einer Neptun-330 (480.000 $)
  • Leihgebühren für Basisplattform (250.000 $)
  • Leihgebühren für Astronautenanzug (160,000 $)
  • Neuer Hitzeschutzschild (100.000 $)
  • Nahrung, Wasser, Sauerstoff, Treibstoff (20.000 $)

Die Neptun kann 330 kg zur ISS befördern. Das Basispacket wiegt insgesamt 225 kg (Basisplattform 150 kg, Anzug 20 kg, Nahrung und Wasser 25 kg, Treibstoff 30 kg). Je nach ihrem Körpergewicht gibt es daher die Möglichkeit den Trip zu verlängern oder die Kosten zu senken. Maximal können 105 kg Nutzlast befördert werden. Maximal 140 kg sind möglich, wenn der Trip nur zwei Tage dauert und die ISS nicht angeflogen wird. Optionale Möglichkeiten:

Die Mitführung von Cubesats: Es ist genügend Volumen für 30 Satelliten vorhanden. Jeder mitgeführte Satellit reduziert ihre Rechnung um 5.000 $ (maximal 150.000 $)

Längerer Aufenthaltsdauer: Dies ist abhängig vom Körpergewicht. Eine 80 kg schwere Person kann maximal 25 kg Nahrung und Wasser mitführen, was die Aufenthaltsdauer um 7-9 Tage verlängert. Eine nur 60 Kilogramm schwere Person kann den Aufenthalt um 14 Tage verlängern. Allerdings nehmen dann die Spannungen mit den Stammbewohnern der UISS zu, da diese leider unsere Weltraumtouristen als „Schmarotzer“ ansehen, nur weil sie für ein Hundertstel der Kosten ins All gelangen.

Buddy Lowcost Space arbeitet daher daran eine eigene Raumstation aus Elementen der ISS aufzubauen die am Boden bleiben. Die Basisstation aus zwei Labors (US-Habitatmodul, CAM Modul und dem russischen Universal Docking Modul wird in wenigen Jahren in den Orbit gebracht werden. Sie wird sukzessive um ausgediente ATV erweitert werden und im Endausbau mit sechs Modulen insgesamt 450 m Volumen bieten. Dann sind längere Trips möglich und es können bis zu 9 Astronauten sich an der Station aufhalten.

Buchen Sie also noch heute!

6 thoughts on “Space for the Masses, not for the Classes!

  1. Interessante Idee. Mit der Realisierung wird es aber wohl trotzdem nichts. Weniger aus technischen Gründen, sondern wegen der Dummheit der Passagiere. Ein ausgebildeter Astronaut könnte das ja schaffen, aber irgend ein Kindskopf mit Geld wohl eher nicht.
    In Browserspielen erlebe ich ja ständig Leute, die selbst zum Spielen zu blöd sind. Und bei diesem Projekt gibt es allerhand Sachen, die ein Tourist so gründlich falsch machen kann daß er dabei den Löffel abgibt.
    Aus gutem Grund werden ja auch keine Flugzeuge zum Selberfliegen an Leute ohne Pilotenschein vermietet.

  2. „Ein ausgebildeter Astronaut könnte das ja schaffen, aber irgend ein Kindskopf mit Geld wohl eher nicht.“

    Ich vergass zu erwähnen: der Betrag ist vor dem Flug zu zahlen plus einer Sicherheit falls die Basisplattform und der Anzug beschädigt werden.

  3. Mir gefallt diese Methode
    erinnert mich irgendwie paddeln über Ozean mit ein Kanu.
    es gab schon vorher „Minimal“ Vorschlage wie Rettungkapsel MOOSE
    das Hitzeschild ist ein Plastiksack mit polyurethane Schaum gefüllt
    http://www.astronautix.com/craft/moose.htm
    General Dynamics hatte eine Aufblasbare Raumkapsel Vorgeschlagen.
    http://up-ship.com/blog/?p=2035

    nur das Bungeeseil wurde ich ersetzten durch anderes material
    weil der Gummi in Seil wird in Vakuum spröde.
    Wenn der Astronaut vorher auf Diät geht, kann mehr Nutzlast mit 😉

  4. Nun ja aufblasbare Raumstationen planeen ja Firmen heute noch.

    Ich wusste das es so ein Konzept schon mal gab, habe aber leider nichts gefunden weil ich den Namen vergessen hatte. Allerdings war ich mir sicher, das es kein Rettungsboot war sondern ein Konzept um möglichst vor den Russen im All zu sein, das aber als zu riskant abgelehnt wurde.

    Für die Landung wäre ein PU-Schaum als Dämpfer und um zu verhindern dass der Astroanut dem rand des Schildes zu nahe kommt vielleicht sogar sinnvoll. Aber ob er alleine die Reibungshitze aufnimmt? In einer Doku über Marslandungen ging es auch um aufblasbare Schilde und da hieß es sie seihen noch nicht so weit die Hitze aufzunehmen und beim Mars ist es deutlich weniger als von einer Erdumlaufbahn zurück.

  5. General Dynamics 1958 Vorschlag war für US Navy Projekt für ersten US Militat in orbit
    doch Präsident Eisenhower wollte ein Ziviles Projekt um die Soviets nicht zu reizen
    und gab NASA den Auftrag das wurde Mercury Projekt

    MOOSE gehen die Meinungen auseinander
    die eine sagen der PU-Schaum wahre das Hitzeschild
    andere sagen das Konzept hatte eine Faltbares Hitzeschild.
    gefüllt mit PU-Schaum

    es gibt noch andere minimal Konzepte
    1963 Douglas Paracone ist nur ein Sitz
    aus Rene-41 mit Teflon Beschichtung als Hitzeschild
    http://www.astronautix.com/craft/paracone.htm
    oder Encap
    http://www.astronautix.com/craft/encap.htm

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